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km Gesamtlänge 310 Höhenmeter 2 Fragen |
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Museen im Marstall
Marstallstr. 9
33104 Paderborn-Schloß
Neuhaus
A 33/Abfahrt Schloß Neuhaus (Nr. 25)
Liebe
Starterin, Lieber Starter,
Sie sind hier zusammen mit dem RMC Schloß Neuhaus zu Gast bei den Museen im
Marstall in Trägerschaft des Kulturamtes der Stadt Paderborn.
Haben Sie daher bitte Verständnis dafür, dass der Museumsbetrieb immer
Vorrang vor der Abwicklung der Permanenten hat.
Um einen für alle Beteiligten reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, bittet der
RMC um Beachtung folgender Hinweise:
Der RMC
Schloß Neuhaus wünscht Ihnen eine gute Fahrt !
Museen im Marstall
Das Naturkundemuseum im Marstall hat die Natur des heimischen Raumes zum
Thema. Mit der RTF-Permanenten „Von Burg zu Burg“ werden Landstriche mit dem Rad
erfahren, die im Museum thematisch unter dem Aspekt der geologischen Entwicklung
erfasst werden und die Eigenarten der Landschaft sowie typische Flora und Fauna
beschreiben.
Das Naturkundemuseum im Marstall ist Teil der Museen im Marstall. Das ebenso im
Marstall (ehemaliger herrschaftlicher Pferdestall aus dem Jahre 1732)
untergebrachte Historische Museum hat die Geschichte von Schloß Neuhaus
von der Steinzeit bis zur Gegenwart zum Thema und befasst sich an Hand von
Fundstücken, Dokumenten, Kunstwerken und volkskundlichen Objekten mit der
politischen, sozialen, kirchlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes.
Nehmen Sie sich daher auch Zeit für die Museen - oder kommen Sie wieder. Es ist
eine lohnenswerte Ergänzung dieser permanenten Radtouristik.
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Tel.: 05251/881052
oder 881044
Wussten Sie,
dass es entlang der Lippe 36 Burgen und Schlösser gibt, die heute teilweise gut
erhalten und teilweise als Ruine vom Ruhm und Niedergang der Vergangenheit
erzählen?
Sechs dieser stummen Zeitzeugen sowie zwei weitere Burgen mit etwas anderem
historischen Hintergrund sind Thema dieser Permanenten RTF des RMC Schloß
Neuhaus.
Lippeschlösser:
Im Mittelalter bildeten Flüsse natürliche Grenzen und waren so
ein Hindernis für Warenaustausch und Personenverkehr. Verkehrswege führten über
Furten und Brücken und mussten gegen Eindringlinge gesichert werden. Diese
territorialen Interessen waren Grund genug für den Burgenreichtum entlang der
Lippe. Im Zuge der veränderten Wehrtechnik verloren die Burgen an Bedeutung und
wurden zu Schlössern umgewidmet, die dem Adel der unterschiedlichen politischen
Epochen der Repräsentation dienten.
Schloß Neuhaus:
Die Baugeschichte des Schlosses in Neuhaus erstreckt sich über mehrere
Jahrhunderte. Der älteste Teil stammt aus der Zeit um 1370, als Heinrich von
Spiegel Neuhaus zur ständigen Bischofsresidenz machte. Der jüngste Teil wurde
von Clemens August von Wittelbach/Bayern (+1761) errichte, der bereits mit 19
Jahren Bischof von Paderborn und später auch Kurfürst von Köln wurde. Er trat
durch rege Bautätigkeit in Erscheinung (z.B. Schloß Augustusburg in Brühl) und
sein Geist zeichnete auch für das unten genannte Schloß Schwarzenraben
verantwortlich.
Ruine Vernaburg:
1607 von Wilhelm Krewet (bedeutende Ministerialfamilie des Bischofs von
Paderborn) erbaut. Ende des 14. Jhds. übernahm die Familie Krewet das Amt Verne,
wovon sich der Name Vernaburg ableitete.
Ruine Störmede:
Um 1200 von Werno v.
Störmede erbaut. Nach mehreren Besitzwechseln war Störmede durch Erbteilung 1529
und Bildung zweier selbständiger Linien der Familie Hörde Grundlage für die
Schlösser Eringerfeld und Schwarzenraben.
Schloß Schwarzenraben:
1763-1777 erbaut von einer Stiftung im Geiste des Clemens-August von Wittelbach/Bayern
(1723-1761) der als Kurfürst von Köln gleichzeitig Bischof von Paderborn war. Es
wird berichtet, dass dieses Schloß an diesem entlegenen Ort als Entschädigung
für einen Fehlschuss des Fürstbischofs bei der Jagd entstand, dem Ferdinand
Freiherr von Hörde zum Opfer fiel.
Schloß Ehringerfeld:
Erbaut ab 1670 auf dem Anwesen der Familie Hörde zu Ehringerfeld, deren
ursprüngliche Burg im 30.jährigen Krieg niedergebrannt wurde. Den Namen erhielt
das Schloß durch die Gemarkung, die ihrerseits ihren Ursprung in der Grenzburg
des Ritters Albertus de Erkerinchusen hatte.
Dreckburg:
Erbaut wurde die Dreckburg 1347 – 1357 von Domprobst Otto von Bentheim .Die
Dreckburg mit dem Wohnturm war wie der Ursprung des Schlosses Ehringerfeld eine
Grenzburg gegen Kurköln. Der Name entstammt vermutlich dem Althochdeutschen
„Dreck“, was soviel wie Moor heißt.
Exkurs:
keine Lippeschlösser aber nennenswert
Erpenburg:
Bei Kilometer 50 (Kreisverkehr rechts ab) der Strecke liegt im Wald der dieses
kleine Barockschloß. Erstmals wurde eine Burg auf dem „Erpendreisch“ im Jahre
1530 errichtet. Kriegerische Brandschatzungen und Plünderungen zerstörten die
Anlage immer wieder bis zur Wiedererrichtung 1712. Heute ist das Gut im
Privatbesitz der Familie von Brenken.
Wewelsburg:
Im Ursprung eine sächsische Wallburg aus dem 10. Jahrhundert wurde die
Wewelsburg erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Bis 1589 war die alte
Wewelsburg in unterschiedlichen Besitz-verhältnissen. Theodor von Fürstenberg
kaufte die Burg letzlich zurück und ließ sie 1604 – 1607 in der heutigen Form
errichten.
In der NS-Zeit1933 - 1945 war die Wewelsburg Kult- und Terrorstätte.
Seit 1975 ist der Kreis Paderborn Eigentümer der Burg. Dort ist nun das
Kreismuseum mit drei Themenschwerpunkten untergebracht:
Öffnungszeiten:
Di – Fr. 10 – 17 Uhr; Sa, So, Feiertage 10
– 18 Uhr
Weitere Infos unter www.wewelsburg.de
Literatur:
Lippeschlösser, Klaus Gorzny, Picolo Verlag Marl 2004
Kartenmaterial:
Freizeitkarte des Landesvermessungsamtes NRW 1:50.000
Nr. 10 Beckumer Berge, östlicher Hellwe