Radtourenfahren von Anmeldung bis Ziel

Anmeldung: Jeder Radtouren- und Trimmfahrer muss sich vor dem Start bei einer RTF in eine Teilnehmerliste eintragen und erhält eine Kontrollkarte. Das Startgeld beträgt maximal 8,00 € für Trimmer, 4,00 € für Wertungskarteninhaber bzw. BDR-Mitglieder. Schüler/Jugendliche (10 bis 13 Jahre) mit Wertungskarte zahlen kein Startgeld (in NRW 10 bis 18 Jahre).

Bekleidung: Radtourenfahrten finden bei jeder Witterung statt. Als Grundausstattung ist zu empfehlen: Klima-Unterwäsche, Trikot, Radfahrhose mit Sitzpolster, Sportsocken, Radfahrschuhe mit Pedalclips oder –klammern, Radhandschuhe, Kopfschutz, Regenjacke/Regenüberschuhe und einen Trainingsanzug.

Check: Vor der Anreise zur RTF ist am Rad Zustand und Funktion von Bremsen, Reifen, Kette, Schaltung und Ersatzreifen zu prüfen. Ist die Bekleidung komplett? Sind WK, Rückennummer, Ausweispapiere, Geld, Trinkflasche und angemessene Verpflegung dabei?

Defekte: Überwiegend ist es ein Plattfuss, der schnell durch einen Ersatzreifen oder Ersatzschlauch behoben werden kann. Reparaturen nur am sicheren Straßenrand vornehmen. Unbedingt die Fahrbahn freihalten. Sportkameraden oder der Streckenservice helfen gerne bei schwierigen Pannen.

Einzelmitglied: RTF-Fahrer, die keinem Verein angehören, aber dennoch eine Wertungskarte haben möchten, können sich bei der Landesgeschäftsstelle NRW gegen Gebühr als Einzelmitglied im Radsport-Landesverband einschreiben lassen.

Formel A steht für Ausdauer. Dazu zählen alle genehmigten RTF. Permanent- und Etappenfahrten. Für die Strecken von 40–69 km wird 1 Punkt, von 70–109 km werden 2 Punkte, 110-149 km 3 Punkte, über 150 km 4 Punkte, über 200 km (nur Marathon-Veranstaltungen) 5 Punkte und beim BDR Radmarathon Cup 6 Punkte vergeben.

Generalausschreibung: Richtlinien, in denen die verschiedenen Bereiche des Radtourenfahrens reglementiert sind. Nachzulesen im BDR-Breitensportkalender.

Handschriftliche Eintragungen in die Wertungskarte sind nur erlaubt für die RTF-Nummer, Kilometer, Punkte und Unterschrift.

Identität: Jeder RTF-Teilnehmer muss eine Rückennummer tragen. Bei Wertungskarteninhabern ist sie identisch mit der WK-Nummer. Für Trimmer hält der Veranstalter Rückennummern von 1-1000 bereit.

Jahresauszeichnung: Jeder, der im laufenden Kalenderjahr die Mindestpunktzahl (Männer 25, Frauen 15, Schüler 10 Punkte) erreicht, hat am Jahresende Anspruch auf die BDR Jahresauszeichnung.

Kontrollstellen sind Stempel- und Pausenstellen bei RTF und permanenten Radtouren. Bei der RTF wird dort meistens auch kostenlos eine kleine Erfrischung gereicht.

Licht: Für Räder mit weniger als 11 kg reicht eine transportable Beleuchtung aus. Sie muss aber immer mitgeführt und unter den in § 17 Abs. 1 StVO beschriebenen Verhältnissen (Dunkelheit usw.) vorschriftsmäßig am Fahrrad befestigt und benutzt werden.

Mannschaftswertung: Der LV NRW sowie verschiedene Bezirke führen Jahresvereinswertungen durch. Die punktbesten Damen-, Herren-, Jugend- und gemischten Jahrespunktekontos am Ende der Saison ausgezeichnet.

NRW-Sonderauszeichnung kann erwerben, wer jeweils 15 Teilnahmen an RTF´s im LV NRW nachweist. Die Auszeichnung besteht aus einer Reliefkachelserie mit Motiven aus den 12 Landesbezirken.

Ordner werden an Gefahrenstellen eingesetzt. Sie sind oftmals mit roten Fahnen ausgerüstet, besitzen aber dennoch keine Polizeibefugnis. Sie haben die Aufgabe, die Radfahrer zu warnen.

Permanent-RTF sind organisierte Radtourenfahrten zwischen dem 8. März und 12. Oktober. Die Streckenlänge beträgt max. 100 km. Sie kann nur einmal im Jahr mit max. 2 Punkten gewertet werden. Vom Veranstalter erhält man eine Streckenbeschreibung mit verschiedenen Kontrollpunkten, die angefahren werden müssen. Nach ordnungsmäßig absolvierter Fahrt werden dann Datum, Punkte und Kilometer in die Wertungskarte eingetragen.

Qualifikation: Jeder, der ein verkehrssicheres Fahrrad besitzt, kann bereits ab 10 Jahre an Radtourenfahrten teilnehmen. Eine Altersklasseneinteilung oder Altersbegrenzung gibt es bei der RTF nicht.

Radmarathon: Touren über mehr als 200 km. In der Regel wird bei diesen Extremstrecken eine besondere Verpflegung und ein umfangreicher Service gestellt. Die Teilnehmergebühr kann deswegen höher angesetzt werden. 5 Punkte gibt es in die WK.

Richtungspfeile haben alle RTF als Streckenmarkierung. Permanenttouren sind nicht ausgeschildert. Sie werden nach einem vorgegebenen Streckenplan gefahren.

RTF-Saison beginnt Mitte März und endet Mitte Oktober.

Sonderauszeichnung:

Tretradversicherung: Alle BDR-Mitglieder sind gegen die Risiken beim „privaten Radfahren“ versichert. Bei einer RTF sind die Teilnehmer der dem BDR angeschlossenen Vereine über den Landessportbund im Rahmen der vereinssportlichen Betätigung sportversichert.

Unterhalten kann man sich bei der RTF immer dann noch ganz gut, wenn die richtige Fahrgeschwindigkeit (15 bis 30 km/h) eingehalten wird.

Wertungskarte (WK): Die RTF-WK wird über den Radsportverein bestellt. BDR-Einzelmitglieder bestellen die Karte direkt bei der Landesgeschäftsstelle. Eine Jahresrückennummer wird gleichzeitig mit der WK ausgegeben, die bei jeder Veranstaltung unverändert sichtbar zu tragen ist. Nach jeder RTF oder Permanententour werden Punkte, Kilometer und die Veranstaltung eingetragen.

Ziel: Oftmals herbeigesehnt. Treffpunkt für den geselligen Teil bei Imbiss und Gesprächen mit Sportfreunden.