Presse & Erfahrungsberichte 2018

(erstes Halbjahr)

Was dich hier erwartet....

In diesem Bereich haben wir für Dich alle Presseartikel eines Jahres gelistet, die in der lokalen Presse erschienen sind. Hier ist aber auch der Platz, um von eigenen Erfahrungen mit dem Rad - sei es eine Familienradtour, ein Mountainbike-Trip oder ein besonderes Radsportereignis - zu berichten. Der Weg dahin ist denkbar einfach: Einen Text (z.B. in Word) verfassen, möglicherweise ein Bild hinzufügen und das Ganze an: webmaster@rmc-schloss-neuhaus.de schicken.

 

Wir feuen uns über jeden Beitrag von Dir!

Presseberichte Januar:

Jahreshauptversammlung des RMC Schloß Neuhaus wählt neuen Vorstand

Führungswechsel an der Spitze und Neubesetzung der RTF-Fachwartschaft

Der Vorstand 2018 (von links): Rene Reinsberg (Medienfachwart), Martin Klösener (1. Vorsitzender), Bernhard Dirkschnieder (Fachwart RTF), Manfred Bergbauer (Beisitzer), Brigitte Heinzel (Schriftführung), Klaus Hoffmann (Beisitzer), Rainer Müller (Beisitzer), Josef Sonntag (Kassierer), Wilhelm Hoppe (2. Vorsitzender), Jörg Wilde (Beisitzer), Susanne Temme (Fachwartin CTF)

Auf der Jahreshauptversammlung des Rad- und Motorsportclubs RMC Schloß Neuhaus am vergangenen Freitag im Jägerkrug in Elsen standen die Vorstandswahlen im Vordergrund, galt es doch zu bestimmen, wer den 1. Vorsitz übernimmt. Christoph Lescher hatte nach vierjähriger, sehr intensiver Arbeit als 1. Vorsitzender angekündigt, dass er aus persönlichen Gründen für dieses Amt nicht mehr zu Verfügung steht. Auch sein Tag habe nur 24 Stunden und seine privaten Verpflichtungen seien umfangreicher geworden. „Ich bleibe hinter euren Erwartungen an mich zurück, wenn ich dem nicht Rechnung trage,  so dass ich in einer Phase, in der der RMC personell gut aufgestellt ist, glaube sagen zu können, der Zeitpunkt eines Führungswechsels ist gut gewählt“, so Christoph Lescher in seinem Statement.

 

In der Tat ist der Führungswechsel im RMC unkompliziert. Martin Klösener, langjähriger und erfahrener RTF Fachwart, stellte sich zur Wahl. „Es macht Spaß sich in diesen Verein einzubringen. Ich habe in meinen acht Jahren als RTF-Fachwart viele Aspekte der Vereinsführung erfahren und glaube in meinem neuen Amt als 1. Vorsitzender in einem hervorragend arbeitenden Team einen Beitrag zu Kontinuität und vielfältiger breitensportlicher Orientierung leisten zu können“, so der neue 1. Vorsitzende Martin Klösener in seiner Antrittsrede.

 

Dass damit einhergehend der RTF-Fachwart nun neu zu besetzen war, gab kaum Anlass zur Sorge. Bernhard Dirkschnieder übernahm das Amt. „Ich bin leidenschaftlicher Radfahrer und fühle mich in diesem Verein sehr wohl. Ich habe große Lust daran, mit meiner Leidenschaft für den RMC zu arbeiten“, freute sich Bernhard Dirkschnieder über seine einstimmige Wahl als Newcomer im Vorstand des RMC.

 

Zur Wahl stand auch der Kassierer des Vereins. Josef Sonntag stellte sich zur Wiederwahl. „Dieser Schatzmeister ist mit seiner Erfahrung selber wie eine Bank des Vereins und zum Wohle des RMC sehr centliebend,“ freut sich Wilhelm Hoppe als 2. Vorsitzender und Wahlleiter nach der erneuten Wahl von Josef Sonntag.

 

Beisitzer Manfred Bergbauer und Medienfachwart Rene Reinsberg stellten sich ebenfalls zur Wiederwahl und wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

 

Bevor die Vorstandswahlen aber das Geschehen bestimmten, beherrschten die Jahresberichte die Tagesordnung. Der noch 1. Vorsitzende Christoph Lescher ehrte für 10-jährige Mitgliedschaft Henning Kochsmeier, Michael Mendelin, Josef Sonntag und Frank Witthut und für ihre dreißigjährige Vereinstreue Gabriele Potthoff und Helmut Bergner. Christoph Lescher betonte, dass diese Vereinstreue „das Wesen und den guten Geist des Vereinslebens maßgeblich mitbestimmen“.

 

Noch-RTF-Fachwart Martin Klösener betonte nochmals die große Bedeutung, welche die Libori-RTF im Vereinsleben, aber wichtiger noch auch im Angebotskalender bundesweiter Sportangebote hat.

 

CTF-Fachwartin Susanne Temme konnte wohl das gleiche für die Egge-CTF behaupten Diese sei zwar erst fünf Jahre alt, werde aber im bundesweiten Sportkalender schon als sehr erwachsen wahrgenommen. „Die Egge CTF ist neben der Libori RTF wohl das zweite Aushängeschild des RMC“, so Susanne Temme. Sie betonte, dass der MTB-Bereich ein ähnlich stabiler Sportbereich werden wird, wie es der Rennradbereich im RMC seit 1954 sei.

 

Rene Reinsberg freute sich in seinem Bericht über die Akzeptanz der Homepage. Diese sei nicht eine Einbahnstrasse der Informationen, sondern „mittlerweile  herrsche durch 16 Autoren ein reger Verkehr auf den Informationsstraßen des RMC.  Wenn sich 15 Prozent der Mitglieder aktiv an der Gestaltung der Homepage beteiligen, ist die Homepage gleichzeitig auch ein Spiegel des Vereinslebens“, so Rene Reinsberg.

 

Alle Berichte sind Nichts, wenn sie nicht ein stabiles finanzielles Polster im Hintergrund haben. Dafür sorgte in bewährter Manier Josef Sonntag als Kassierer. In seinem Bericht lobte er den verantwortlichen Umgang der Kostenträger „Libori-RTF und Egge CTF“, die trotz wetterbedingt weniger Startern als im Vorjahr kein finanzielles Risiko bedeuteten. Der Verein konnte sein Jahresergebnis, obwohl noch zusätzlich verstärkte Zukunftsinvestitionen zu Buche schlugen, auf dem Niveau der Vorjahre halten und sei daher auch für stürmische Zeiten gerüstet, so Josef Sonntag.

 

„Die Berichte aus den Geschäftsbereichen haben uns gezeigt, dass wir bisher eine gute Basisarbeit leisten konnten. Diese sportliche Basis gilt es auch in Zukunft in ihrer gesamten Breite zu stärken“ so der neue 1. Vorsitzende in seinem Schlusswort zu dieser Jahreshauptversammlung.

 

Mehr zum Treiben rund um den Radport auf dieser Seite. Lassen Sie sich inspirieren!

 

Von: Gregor Westerman

 

Jahreshauptversammlung des RMC mit einem vollen Programm

- Rückblicke, Ausblicke, Ehrungen und Vorstandswahlen -

„Jahreshauptversammlungen im RMC sind, wie Achsen im Rad, es sind die zentralen Stellen, die den RMC Schloß Neuhaus nun schon seit 1954 rund laufen lassen. Ab und zu wird mal eine Kugel im Lager getauscht, etwas neues Ideenfett an das Ganze gegeben, die ein oder andere Speiche gewechselt, das Rad neu zentriert und schon rollt sich der Verein in die neue Saison,“ so der 1. Vorsitzende Christoph Lescher zur Jahreshauptversammlung 2018, die am 12.Januar 2018 um 19.30 Uhr im Landhaus Jägerkrug beginnt.

 

Vorstandswahlen sind ebenso ein zentraler Bestandteil dieser Versammlung wie auch die Berichte der Fachwarte. „Die Mitglieder können sicher sein, dass es ein lebendiger Abend wird, der Lust auf die neue Radsaison macht“ ist Christoph Lescher überzeugt und freut sich, zahlreiche Mitglieder auf dieser Versammlung zu sehen.

 

Erfahrungsbericht Januar 2018:

Trainingssteuerung für die Radsportsaison und darüber hinaus

Gedanken zum Thema von Dietmar Korte

Voll im „Saft“ stehend beschäftigen sich viele Radsportfreunde nach der Saison mit der Vorbereitung auf die nächste Saison. Von manch anderen wird die bevorstehende Weihnachtszeit gerne als Regenerationszeit, allerdings mit reduziertem Kalorienabbau, missverstanden. Gute Vorsätze erfordern anschließend ein hohes Maß an Disziplin. Dem vorbeugend nutzen mittlerweile immer mehr Vereinsmitglieder die von Erika begleiteten Spinningkurse zum Ende und zum Beginn der neuen Radsportsaison. Meine Schlagworte lauten:

 

o       Das Training nach der Saison ist das Ergebnis für die bevorstehende Saison.

o       Das Training in der Saison wird zum Ergebnis während der Saison.

 

Ich denke, während unserer Spinningkurse haben alle Teilnehmer ein Gefühl über die persönliche Wattleistung in Zusammenhang mit der persönlichen Herzfrequenz bekommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die getretene Wattleistung auf dem Display nicht der ausschlaggebende Indikator für Vergleiche mit meinen Radsportfreund ist. Vielmehr ist die persönliche Wattleistung in Abhängigkeit des Körpergewichtes (W/kg) der genauere Parameter für Leistungsvergleiche.

Das ist ja auch der Grund, warum bei unserem gemeinsamen Training in verschiedenen Anspruchsgruppen die Zufriedenheit und Harmonie innerhalb der Gruppen besser geworden ist. „Jeder kommt auf seine Kosten“.

Das Fahren mit einem Powermeter erfordert nur wenig Vorwissen, verändert aber Training und leistungsorientierten Radsport nachhaltig zum Besseren. Mit mehr Kontrolle und Wissen über das eigene Leistungsvermögen lassen sich Erschöpfungszustände und der berühmte „Mann mit dem Hammer“ ausschließen. Ich beschreibe meine Erfahrung und meine Erkenntnisse über andere Fahrer, wie ich/sie in relativ kurzer Zeit ein deutliches Plus an Spaß und Leistung „erfahren“ konnten.

 

Wattmessung zur Belastungsteuerung ?

 

Ich sage mal, ein durchschnittlich trainierter Rennradfahrer fährt erstmalig mit einem Leistungsmesser in die Berge. Er kennt seine Leistungswerte z.B. aus seinem Spinning Wintertraining mit Erika und weiß, dass er 200 Watt über einen längeren Zeitraum problemlos treten kann. Gehen wir mal des Weiteren davon aus, dass er mit einigen Freunden, die den gleichen Leistungsstand haben wie er, gemeinsam einen „Richtig langen Anstieg“ hinauf fährt, ca. 30 km Länge mit knapp 1700 Hm. Er fährt mit 200 Watt und ist nach kurzer Zeit recht einsam, weil alle anderen Fahrer vor ihm sind. Nach ca. 20 Minuten sieht er seine Radsportfreunde weit oberhalb des Berges bereits viele Serpentinen vorausfahrend. Das wird was werden. Sie werden recht lange auf  mich warten! Na hoffentlich sind sie nicht sauer auf mich!? Wie war das Ergebnis? Er hat seine 200 Watt bis zum Gipfel gehalten und oben über 5 Minuten auf den zweiten seiner Gruppe gewartet, nachdem er auf dem Weg nach oben alle überholt hatte. Ist dies ein untypisches Beispiel?

Gewiss nicht, wer kennt nicht die Situation bei einer ambitionierten Ausfahrt. Am ersten Anstieg wird voll durchgetreten und dann wird es immer langsamer. Am Ende können die wenigsten nochmal durchziehen.

Davon können zwei meiner Freunde bei Ihrer gemeinsamen Ötztaler Teilnahme berichten, wie der vermeintlich stärkere vor dem Gipfel überholt wurde.

Anfangs fahren viele in der vollen Übersäuerung und schaffen es nach einer längeren Zeit nicht mehr ihre Grundlagenleistung zu bringen. Im Durchschnitt wäre man schneller mit einer guten Ausdauerleistung gewesen. Dies ist vielen Fahrern aber nicht bewusst, da sie sich anfangs deutlich überschätzen. Übrigens, die anderen Fahrer sind meist immer der Auffassung, dass sie die ganze Zeit die gleiche Leistung gebracht haben, aber der Fahrer mit dem Leistungsmesser ist nicht schneller geworden. Das subjektive Gefühl ist bei längeren Belastungen also nicht sonderlich aussagefähig.

 

Leistungsmesser im Training ?

 

Ich beschreibe mal die Situation eines Rennradfahrers, der einige Jahre reichlich Kilometer auf dem Rennrad trainiert hat. Er wollte mal in den Alpen fahren. Zu Beginn sage ich mal, den „Highlander“, eine Tour über 180 km mit etwa 4000 Hm. Mit den zahlreichen Trainingskilometern in den Beinen kann nichts passieren, schließlich ist man bei RTFs auch schon Marathondistanzen gefahren. Das Ergebnis war, kurz zusammengefasst, eine Beinahe-Katastrophe. Am vorletzten Anstieg, als es steil wurde, kamen Krämpfe, es ging nichts mehr. Keine Ahnung wie, aber das Ziel wurde irgendwie erreicht in einer Zeit von knapp 10 Stunden.

Irgendwie musste das besser gehen, dachte er sich und im nächsten Jahr wurde in Anlehnung an einen Trainingsplan nach Herzfrequenz trainiert. Und siehe da, die Zeit hatte sich im Folgejahr bei gleichem Trainingsumfang wie im Vorjahr auf 8:40 verbessert. Aber das Ergebnis war noch nicht zufriedenstellend und so dachte er sich, mit einem Powermeter könnte man das nochmals verbessern.

Gesagt getan. Mittels eines 20-Minuten-FTP-Tests wurden die Werte festgestellt und damit die Leistungsbereiche definiert. Im Training wurde sich an den Werten orientiert, sich aber nicht strikt daran gehalten. Wellen wurden nicht mehr ausschließlich im Spitzenbereich gefahren und auch das Fahren in der Abfahrt hat sich geändert.

  • Ich sage: wer bergab nicht tritt hat diese Zeit nicht trainiert!
  • Schaut man nach einer Rennradfahrt auf die Zusammenfassung der persönlichen Leistungsdaten stellt man fest, dass durchaus 30-40% des Trainings keine Leistung getreten wurde. Diese Zeit ist kein Training.
  • Auch ohne Leistungsmesser erkenne ich oft diese Trainingsergebnisse an den Ergebnissen der Trittfrequenz. Die sogenannten „Rollerpassagen“. Manch einer stellt sein Garmin auf die Einstellung „ohne Null“ statt „mit Null“.
  • Wer also mit einem Leistungsmesser fährt, muss nicht länger fahren um sich zu verbessern, aber intensiver, also bergauf eventuell etwas langsamer und bergab etwas schneller.                       

In Summe führt dies bei gleicher Zeit zu besserem Training. Schließlich kommt die Formverbesserung nicht über die Dauer des Trainings, sondern über die Qualität.

 

Wie ist es dem Fahrer nach einem Jahr des Trainings mit Leistungsmesser beim „Highlander“ ergangen? Er konnte seine Zeit nochmals deutlich verbessern, es hat sich für ihn also ausgezahlt!

Ist man also mit einem Powermeter am Rad schneller als andere ohne? Trotz des Leistungsmessers ist der Fahrer nicht unter den Top-Fahrern seines Radsportvereins. Die Ursache hierfür ist neben noch intensiverem Training, die individuelle genetische Voraussetzung. Hier gibt es zwischen den Menschen sehr große Unterschiede. 

Es muss nicht immer und sofort mit einem Wattmesser trainiert werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:  Mit strukturiertem Training nach Herzfrequenz (sich an der Herzfrequenz orientieren, auch ohne          Trainingsplan ist eine gute Trainingsstruktur) hat man den ersten Schritt im Bewusstsein seines          Radsporttrainings erlangt.

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich bei meinen Rennen, dem Velothon in Berlin oder Cyclassics in Hamburg, Durchschnittsgeschwindigkeiten um 40 km/h erreiche. Auch die Umstellung von Kurz-auf Langdistanz für meine Non Stop Fahrt über 300 km um den Vätternsee mit einem Durchschnitt von 31,6 km/h war nur durch das Wissen des „richtigen Bereiches“ mit disziplinierten Training möglich. Denn eines ist klar, beim Wissen um das Fahren im richtigen Wattbereich pendelt sich die Herzfrequenz entsprechend ein.

Nur leider eilt die Herzfrequenz der realen Belastung nach. In dieser Zeit können die Muskeln Step by Step übersäuern. Und dann ist bereits passiert, was keiner möchte, die Quälerei beginnt. Es geht nicht mehr so weiter! Den gravierenden Vorteil in der Wattmessung sehe ich deshalb darin, dass ein überpacen verhindert wird. Das heißt im Umkehrschluss, wer immer langsam fährt kann nie schneller werden. Der Körper braucht zur Weiterentwicklung seiner Leistung Leistungsspitzen, deshalb sind Intervalle nach System das bessere / effizientere Training.

 

Leistungsmesser im ambitionierten Radsport

 

Beim ambitionierten Radsport findet das gleiche statt, wie ich am Beispiel des „Richtig langen Anstieg“ beschrieben habe, nur oft noch intensiver. Adrenalin sorgt für Überschätzung und ein Hochgefühl. Schließlich kann man es kaum erwarten allen anderen im Feld zu beweisen, dass man das anfänglich hohe Tempo mithalten kann.

Die Quittung kommt meist recht schnell. Derjenige fällt aus der Gruppe zurück und bricht dramatisch ein. Der Wattmesser hilft, eine realistische Leistung zu treten und diese bis ins Ziel alten zu können. Natürlich muss man auch auf seinen Körper hören, schließlich gibt es Tage an denen die Beine einfach besser wollen als an anderen. Zum Ende der Tour lässt sich risikoärmer Tempo zulegen. Wer jetzt noch einen „raushauen“ will, kann das gerne tun und hat es nach dem potentiellen Einbruch wenigstens nicht mehr so weit bis ins Ziel.

Aus Schaden wird man klug, bis zur nächsten RTF/Marathon.

 

Pacing

        

Am Beispiel des „richtig langen Anstiegs“ wurde klar, hier fährt jemand mit einem Plan. Der Fahrer kannte seine Schwellen und seine Ausdauerleistung, die er über einen längeren Zeitraum halten kann ohne  dabei wegen Ermüdung zurücknehmen zu müssen.  Mit diesem Wissen bist Du jedem Fahrer ohne Leistungsmesser überlegen! Egal wie lang die Strecke ist und wieviel Anstiege auf Dich warten, Deine berechneten Werte passen zu jedem Anstieg und jeder Ebene. Egal ob Du 2.000 Höhenmeter am Stück fährst und dabei immer wieder die 15% Steigung überschreitest oder Dich mit einer extrem schnellen Gruppe über eine langgezogene Ebene dem Ziel entgegen bewegst. Du bist Dir jederzeit darüber im Klaren, dass Du mit dem aktuell getretenen Wattwert auf Deinem Display jederzeit noch zulegen kannst, dabei bleiben kannst oder deinen Grenzwert erreicht hast, der unweigerlich zu einem Einbruch führen wird. Wissen ist auch im PelotonMacht!

 

Trainingspläne, Periodisierung und Pacing

 

Wattmesser erziehen Dich sozusagen zu einem geregelten Trainingsablauf mit klaren Strukturen, Erholungszyklen und ansteigenden Wiederholungen. Die Basis dafür ist ein FTP-Schwellentest. Die Durchführung, in der Regel ein 20 Minuten Test, kann in verschiedenen Publikationen nachgelesen werden. Bei modernen Garmin Geräten errechnet sich das Gerät die erforderlichen Werte bereits aus deinen gefahrenen Trainingseinheiten selbstständig.

Mit Hilfe der Daten aus Deinem Test und fortlaufenden Datensätzen aus dem Training erhältst Du so periodisierte Trainingspläne mit dynamischer Anpassung, ganz individuell. Das Pacing nimmt dabei eine wichtige Rolle in Form von Intervallen ein, die Dein Leistungsspektrum kontrolliert durch geringe Überlastungen und aktiver Regeneration. Dein Körper passt sich während dieser Zyklen immer weiter an, wodurch du leistungsfähiger und schneller wirst.

Aber: Niemand wird von heute auf morgen zu einem neuen Stern am Radsporthimmel. Ein Powermeter hilft dabei Überlastungen zu vermeiden und ganz gezielt an Schwächen zu arbeiten. Insbesondere mit Höhenprofilen und Streckenplänen kannst Du auf Deiner Hausstrecke eine gute Trainingsstrategie festlegen. An markanten Punkten kannst du mit Hilfe der genauen Streckenentfernungen deine Zwischenzielen abschätzen, inwieweit eine Trainingsspitze in Form eines Zyklus an dieser Stelle sinnvoll ist oder ob Du das aktuelle Tempo oberhalb Deiner Schwelle weiterfahren kannst. Fehlende Streckenkenntnis und ein Missachten der persönlichen Schwellen führt sonst schnell zu Leistungseinbrüchen und das macht niemandem Spaß.

 

Pacing beim RMC-Sommertraining oder bei RTFs

 

Wer „vorne mitfahren“ möchte, kann den Wattmesser als Strategiehilfe nutzen. Steilere Passagen bieten sich dafür an und Du kannst prüfen, wie lange Du bei wieviel Watt Boden gut machen kannst. Ortschildsprints ähneln Intervallen aus dem Training und fördern eine gut ausgeprägte anaerobe Ausdauerleistung. Diese wiederum benötigt einen hohen, maximalen Sauerstoffaufnahmewert und eine gute Laktattoleranz. Im Powermeter-Training werden diese Eigenschaften ganz gezielt durch die verschiedenen Stufen (wie die HF Stufen) geschult und verbessern Deine Fähigkeiten.

Tempoverschärfungen gehören auch in der Ebene oder in welligen Passagen zu systematisiertem                   Trainingsaufbau. Wie bereits gesagt: immer gleichmäßiges Fahren wie oft in der Vereinsgruppe gewünscht, macht nicht schneller. Innerhalb der Dir bekannten Bereiche kannst Du sie mitgehen, wenn es sinnvoll erscheint und hast dank der permanenten Leistungsanzeige an Deinem Radcomputer Kontrolle darüber, wann Du besser abreißen lässt und wieder zu Deinem auf Dauer verträglichen Standardtempo zurückkehrst. In vielen Fällen überfordern sich die „schneller fahrenden“ selbst und fallen dann erschöpft wieder zurück.

                 Grundsätzlich ist es bei etwas schwächeren Bergfahrern auch ratsam zu Beginn des Anstiegs eine Position an der Spitze des Pelotons einzunehmen um nicht sofort abgehängt zu werden. So erhält man sich bei Wellen oder kurzen Anstiegen einen Puffer und verliert nicht sofort den Kontakt.

 

Nahrungsaufnahme

 

Das Thema Nahrung im Sport füllt Bücher und je nach Jahrgang haben sich über die Zeit auch die Ratschläge verändert. Nur wer sich im normalen Leben, vor dem Sport, während des Sports, im Wettkampf, sowie nach dem Sport richtig ernährt und vor allem zur richtigen Zeit, kann von seinem Körper Höchstleistungen fordern. Das richtige Nahrungsmittel zur falschen Zeit führt ebensowenig zum Ziel wie eine Überdosierung, die man oft an den RTF Kontrollstellen erleben kann.

Moderne, portionierte Sportnahrung hilft dem Radsportler bei seiner Leistungsentfaltung und dem Aufrechterhalten seiner Ausdauerleistung. Ich habe mehrfach das Pacing unterhalb der Schwelle (im aeroben Bereich) angesprochen. In diesem so wichtigen Bereich verfügt der Körper über genug Sauerstoff um Energie aus Energiequellen (Nahrung) zu gewinnen und den Muskeln zur Verfügung zu stellen. Dieser Prozess ist sehr effektiv, funktioniert aber eben nur in diesem Bereich. Oberhalb des aeroben Bereichs, im anaeroben nämlich, kann der Körper auch ohne Sauerstoff Energie gewinnen, weniger effizient und unter Produktion von Laktat, aber immerhin auch ohne freie Radikale.

 

Vor dem Sport

 

Ein ausgewogenes Frühstück ist die perfekte Grundlage für Training und Wettkampf. Viele Fahrer haben ihre eigene Ernährungsphilosophie oder sogar Rituale vor dem Sport. Warum auch nicht, wenn es funktioniert. Ist dem nicht so und schon kurz nach dem Start plagen Dich Krämpfe in den Beinen oder im Magen, Du kommst so gar nicht richtig in Schwung und fühlst Dich träge oder Du kannst von Anfang an nicht Deine Pace halten, ist es Zeit einmal über eine Veränderung nachzudenken. Es muss keine spezifische Sportnahrung sein. Möglicherweise lässt Du aber den sonst üblichen Espresso einfach weg, greifst zu leichter verdaulichen Nahrungsmitteln und versuchst auch nicht Dir einen Getränkevorrat im Körper anzulegen. Ein leichtes, energiereiches Frühstück ohne Reizstoffe ist ein guter Start zur nächsten RTF. Den Rest der Energie ziehst Du gezielt aus der Trikottasche.

 

Während des Sports

 

Während der Leistungsabgabe ist darauf zu achten die Energiespeicher nicht leer werden zu lassen. Entsprechende Sportgetränke oder Gels helfen bei der effektiven Energiebereitstellung. Die letztere Energiegewinnung ist keine erstrebenswerte Lösung um mit Spaß sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Es ist auch keine gute Idee während Intervallen oder im Berg Nahrung zuzuführen. Viel besser ist es die Nahrungsaufnahme über Energiegels, Riegel oder Getränke ganz gezielt in aeroben Phasen und kleinen Mengen, dafür aber kontinuierlich zu steuern. 

Welche Abstände dies individuell und bei welcher Leistung sind, kannst Du recht einfach mit den Ergebnissen des Leistungstests ermitteln. Du kennst Deine Leistung, weißt wieviel Energie Du in welchem Zeitraum benötigst um diese aufrecht zu erhalten und kannst dementsprechend Essen und Trinken. Auf allen Verpackungen der besonders beliebten Energiegels und Sportgetränke stehen exakte Angaben über die Energiewerte. Nutze diese für eine gezielte Nahrungsaufnahme und greife nicht erst dann in die Trikottasche, wenn Du Hunger verspürst. Dann ist es bereits zu spät! 

Bei langen Etappen stelle ich mein Garmin auf Alarmfuktion bei X-verbrauchten Kalorien und nehme mir mein Gel. Somit habe ich immer „zeitgerecht nachdosiert“.

 

Nach dem Sport

 

Nach dem Sport gilt es die Energiespeicher schnell zu füllen und damit den Grundstein für die Regeneration zu legen. Hier gilt es innerhalb relativ kurzer Zeit die Speicher aufzufüllen und damit die Regeneration des Körpers aktiv zu unterstützen. Auch deshalb regenerieren wir RMC`ler mit alkoholfreiem Weizenbier, Kaffee und Kuchen bei netten Gesprächen über unsere gemeinsame Tour und die wichtigen Dinge im Leben.

                        Wird dieser Prozess behindert, läuft er deutlich langsamer ab und beeinflusst damit nicht nur das nächste Training, sondern auch den gesamten Trainingszyklus.                       

Dabei wollen wir nicht vergessen, dass wir bei allem ambitionierten Training die Leistung nicht überbewerten wollen, denn Radfahren macht uns am meisten Spaß in der Gruppe. Nur gemeinsam können wir nur gewinnen.

 

Von: Dietmar Korte

 

Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank an Dietmar für die vielen verschiedenen Anregungen. Spätestens jetzt haben wir ausreichend Diskussionsstoff - von wegen "langweiliger Winter" ;-))

Trainingszeiten

(ausgenommen an Feiertagen)

 

- Auch Nichtmitglieder sind              herzlich willkommen - 

Treffpunkt:

Vor dem Schloß

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33104 Schloß Neuhaus

Winter ab Oktober

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Samstags um 13:30 Uhr

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Samstags um 10:00 Uhr
Treffpunkt siehe Blog

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Sonntags um 13:00 Uhr
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